Schneeblumen-Gedenkweg 17. April 1945


Im eisigen Regen wurden sie in der Nacht des 13. April 1945 vom KZ Buchenwald-Außenlager Markleeberg ausgehend durch die verdunkelten Randbezirke Leipzigs getrieben: 1550 Zwangsarbeiterinnen – 1300 jüdische Ungarinnen und 250 französische politische Gefangene.
Am 17.April passierten sie hier die Alte Poststraße.
Viele von ihnen überlebten den Marsch, der sie nach Theresienstadt führen sollte, nicht. Für die meisten unter ihnen war es aber ein entbehrungsreicher Weg in ein neues Leben.
Dr. Zahava Szάsz Stessel wurde 1944 als 14-jährige ungarische Jüdin gemeinsam mit ihrer Schwester deportiert. Sie hat ihre Erinnerungen in dem Buch „Snow Flowers“ niedergeschrieben, das von Schülerinnen und Schülern der Rudolf-Hildebrand-Schule Markleeberg aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wurde und vom Notenspur Leipzig e.V. herausgegeben wurde. Diese Erinnerungen gaben den Anstoß zum Schneeblumen – Gedenkweg. Sie lebt heute über 90 jährig in New York.

Einen Auszug aus dem Buch:


Wir Schüler und Schülerinnen der Oberschule „Anne Frank“ Stauchitz nehmen in diesem Jahr das erste Mal am Schneeblumen – Gedenkweg teil. Wir laufen einen Teil der Strecke und beschäftigen uns in einem Projekt mit den Schicksalen der Gefangenen. Auch andere Schulen und engagierte Bürger und Bürgerinnen umliegender Gemeinden ermöglichen so ein gemeinsames Gedenken im symbolischen Nachlaufen des Weges bis zur Elbe.


Oberschule „Anne Frank“ Stauchitz

Zum Gedenken an die Opfer dieses Todesmarsches