„Hej vänner“- Hallo Freunde
Am 15. und 16. April durften wir 34 Schülerinnen und Schüler aus Schweden an unserer Oberschule begrüßen. Zwei Tage lang wurde gemeinsam gelernt, gelacht, Sport getrieben und Freundschaften geschlossen – ein gelungener Start für eine neue Schulpartnerschaft im Rahmen von Erasmus+.
Ein erster Abend zum Kennenlernen
Bereits am Dienstagabend begann der Austausch ganz entspannt im Jugendhaus in Riesa. In lockerer Atmosphäre trafen sich die schwedischen Gäste und unsere Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal. Auch unsere Schülersprecherin war mit dabei und knüpfte die ersten Kontakte. Die anfängliche Aufregung wich schnell einer offenen und neugierigen Stimmung – beste Voraussetzungen für die kommenden Tage.
Herzlich willkommen auf unserem Schulhof
Am Mittwochmorgen wurden die schwedischen Schülerinnen und Schüler auf unserem Schulhof von der gesamten Schulgemeinschaft herzlich empfangen. Ein kleines Willkommensprogramm sorgte direkt für gute Stimmung: Schülerinnen aus den Klassen 5 und 6 begeisterten mit einem Tanz, während unsere Musikgruppe aus der 10. Klasse für den passenden musikalischen Rahmen sorgte.






Im Anschluss folgte eine Aktion, die bei allen besonders gut ankam: das Speed-Dating. Jeweils 34 schwedische und deutsche Schülerinnen und Schüler tauschten sich dabei in kurzen Gesprächsrunden aus. Diese unkomplizierte Form des Kennenlernens ermöglichte es, schnell Kontakte zu knüpfen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und anfängliche Hemmungen abzubauen.


Gemeinsam aktiv – von Sport bis Handwerk
Der restliche Tag stand ganz im Zeichen gemeinsamer Aktivitäten. Dabei zeigte sich die Vielfalt unseres Schulalltags besonders deutlich: Mit Unterstützung unseres externen Partners „Fitnessfuchs“ konnten die Schülerinnen und Schüler ein Crossfit-Training ausprobieren. Im Technikbereich wurde gemeinsam eine Grillzange gebaut – hier waren Teamarbeit und handwerkliches Geschick gefragt.








Auch kulinarisch wurde es regional: Gemeinsam bereiteten die Jugendlichen Kartoffelpuffer mit Apfelmus bzw. Makkaroni zu und lernten so typische sächsische Gerichte kennen. Ergänzt wurde das Programm durch sportliche Angebote wie Volleyball, Fußball und Tischtennis. Außerdem wurde gemeinsam gesungen, geprobt und die einstudierten Lieder anschließend vorgetragen.


Besonders schön war, dass viele dieser Ideen direkt von unseren eigenen Schülerinnen und Schülern eingebracht wurden. Sie haben aktiv mitgestaltet und so entscheidend dazu beigetragen, dass diese Tage für alle zu einem besonderen Erlebnis wurden.
Ein gemeinsamer Nachmittag voller Erlebnisse
Nach den vielfältigen Aktivitäten kamen noch einmal alle zusammen. In einer kurzen Feedbackrunde wurden Eindrücke ausgetauscht, bevor der Tag beim gemeinsamen Grillen auf unserem weitläufigen Schulgelände entspannt ausklang.




Anschließend ging es gemeinsam nach Riesa ins Olympia-Sportzentrum. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler beim Bowling, Minigolf und im „Tobeland“ weiter gemeinsam Zeit verbringen. Spätestens hier wurde deutlich, wie schnell aus ersten Begegnungen echte Gemeinschaft entstanden ist.


Unterricht einmal anders erleben
Am Donnerstag bekamen die schwedischen Gäste Einblicke in unseren Schulalltag. In verschiedenen Klassen nahmen sie am Unterricht teil und konnten erleben, wie Lernen an unserer Oberschule funktioniert. Besonders spannend war dabei, dass einige Unterrichtsstunden auf Englisch beziehungsweise bilingual gestaltet wurden – eine tolle Gelegenheit, Sprache ganz praktisch anzuwenden.


Auch an diesem Tag standen wieder gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm, die den Austausch weiter vertieften.
Ein Baum als Symbol für unsere Partnerschaft
Den emotionalen Höhepunkt bildete eine besondere gemeinsame Aktion: Zum Auftakt unserer Schulpartnerschaft wurde ein Ginkgo-Baum gepflanzt.
Er steht symbolisch für die Verbindung zwischen unseren beiden Schulen. Seine Blätter wirken wie zwei Hälften, die miteinander verbunden sind – für uns ein passendes Bild für die deutsche und die schwedische Schule: unterschiedlich und doch vereint, gemeinsam wachsend. Der Baum soll uns auch in Zukunft an diese besonderen Tage erinnern.






Erasmus+ öffnet Türen
Erasmus+ ist für eine Oberschule vielleicht nicht selbstverständlich – für uns aber ein wichtiger Schritt. Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, über den eigenen Alltag hinauszublicken, neue Kulturen kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse im echten Leben anzuwenden.
Das schönste Bild dieser Tage zeigte sich kurz vor der Abreise: Schülerinnen und Schüler saßen zusammen, lachten, unterhielten sich und wollten die gemeinsame Zeit am liebsten noch verlängern. Genau das macht diesen Austausch so wertvoll.

Im kommenden Jahr ist bereits der Gegenbesuch geplant: Dann werden Schülerinnen und Schüler unserer Schule nach Göteborg reisen und dort ein ähnliches Programm erleben. Der Anfang ist gemacht – und wir freuen uns auf alles, was noch kommt.
Y. Naujoks
